Baumärkte zweistellig im Plus

Gartenmarkt laut GfK im ersten Halbjahr 8,4 Prozent unter Vorjahr

Die Shopper sind zurückhaltend: Martin Langhauser von der GfK informierte auf dem IVG-Forum Gartenmarkt über neueste Zahlen aus dem Markt.
Die Shopper sind zurückhaltend: Martin Langhauser von der GfK informierte auf dem IVG-Forum Gartenmarkt über neueste Zahlen aus dem Markt.
10.11.2022

Der Gartenmarkt in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2022 geschrumpft. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der von deutlichen Zuwächsen geprägt war, ist das Marktvolumen um 8,4 Prozent auf 8,4 Mrd. Euro zurückgegangen. Im Gegensatz dazu hat der Umsatz in der Kategorie DIY um 5,2 Prozent zugelegt. Diese Zahl nannte Martin Langhauser, Director Retail & Lifestyle bei der GfK, auf dem IVG-Forum Gartenmarkt gestern in Düsseldorf.

Von den Rückgängen im Gartengeschäft in einer Höhe von rund 800 Mio. Euro waren alle drei Unterkategorien Garten Lifestyle, Gartengeräte und Gartenbau sowie Pflanzen und Pflanzenpflege gleichermaßen betroffen. Pro Haushalt haben sich die Ausgaben für Gartenprodukte im ersten Halbjahr von 292 Euro auf 273 Euro verringert, die Einkaufshäufigkeit ist von 15 auf 14 Einkäufe gesunken. „Es wird ein bisschen weniger ausgegeben“, sagte Langhauser. Aber es sei nicht so „dass die Kunden nicht mehr im Gartenbereich einkaufen“.

Es wird ein bisschen weniger ausgegeben
Martin Langhauser, Director Retail & Lifestyle bei der GfK

Bezogen auf die Vertriebskanäle berichtete der Marktforscher, dass Online deutlich an Relevanz verliere. Die Online Pure Player haben mit Gartenprodukten 23,2 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum, die stationären Händler haben in ihren Webshops einen Rückgang von 40,9 Prozent zu verzeichnen. Dagegen ist der stationäre Umsatz der Baumärkte im Gartenbereich um 17,1 Prozent gewachsen. Gartencenter lagen 10,7 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Zum bisherigen Verlauf des zweiten Halbjahrs konnte Langhauser „leider keine guten Nachrichten vermelden“, wie er sagte. Nur wenige Wochen haben das Vorjahresniveau erreicht, teilweise liege man zweistellig unter Vorjahr. So werde beispielsweise auch bei den Ausgaben für Pflanzen gespart. Generell sei das Konsumentenverhalten „durch eine nie zuvor gesehene Verunsicherung gekennzeichnet“. Gleichzeitig sieht Langhauser jedoch auch große Potenziale, beispielsweise durch Omnichannel-Konzepte, mit denen auch die jüngeren Zielgruppen erreicht werden.

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