Einsatzkräfte des THW beräumen mit der Bevölkerung die Straßen von Ahrweiler. 
Einsatzkräfte des THW beräumen mit der Bevölkerung die Straßen von Ahrweiler. 
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THW

Nach der Flut

Tief „Bernd“ und das Hochwasser in Nordrhein-Westfahlen und in Rheinland-Pfalz: Das THW zieht im Katastrophenschutz alle Register. 
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Seit dem 14. Juli sind Helferinnen und Helfer der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) im Einsatz, um nach den großflächigen Zerstörungen durch den Starkregen im Juli 2021 technische Hilfe zu leisten. Vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen war beziehungsweise ist die Unterstützung von THW-Einheiten gefragt, aber auch in anderen Regionen Deutschlands gab es kleinere Einsätze. Alle Fachfähigkeiten des THW werden dabei benötigt, um den Bürgern zum Beispiel mit sauberem Trinkwasser und Notstrom zu helfen oder die Infrastruktur mit Behelfsbrücken wiederaufzubauen.

Das THW hat mit seinen bundesweit rund 80.000 ehrenamtlichen Helfern eine wertvolle Ressource, die der betroffenen Bevölkerung nach dem Starkregen auf unterschiedlichste Weise hilft. 3.800 THW-Einsatzkräfte waren zu Spitzenzeiten im Einsatz, um vor allem Straßen von angeschwemmtem Schutt zu befreien, Behelfsbrücken zu bauen und die Trinkwasserversorgung der regionalen Bevölkerung zu sichern. Durch die breite Palette an Einsatzoptionen hat das THW viele Möglichkeiten, die es zur Schadensbekämpfung in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen nutzt: Alle 25 Fachfähigkeiten waren in Einsätze eingebunden und zeigten, wie gut die Ausbildung der Helfer ist.

Von Anfang an im Einsatz 

Bereits am Tag nach dem Stark-regen waren 2.000 THW-Kräfte aus 133 Ortsverbänden in den Katastrophengebieten und leisteten effektive Hilfe. Zu Beginn war neben der Menschenrettung und Evakuierung die Kernkompetenz „Pumpen“ gefordert. An der Steinbachtalsperre drohte durch die großen Wassermassen ein Dammbruch und das THW rückte mit zahlreichen Einheiten an. Mit Hochleistungsgeräten pumpten die THW-Einsatzkräfte in Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr minütlich mehr als 110.000 Liter Wasser ab, damit der Druck auf die Talsperre geringer wurde. Am beschädigten Damm nutzten die THW-Einsatzkräfte das sogenannte Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS), um ihn zu überwachen und frühzeitig vor weiteren Gefahren zu warnen. Das System misst mit einem Laser dreidimensional und millimetergenau. Das ESS lässt sich zur Überwachung von einsturzgefährdeten Gebäuden und Trümmerstrukturen einsetzen. Außerdem erkennt es kleinste Bewegungen an Deichen oder Hanglagen, die mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar sind.

Unterstützer aus dem DIY- und Gartenbereich

Zahlreiche Unternehmen und Organisationen boten im Rahmen der Hochwasserkatastrophe spontan ihre Unterstützung an. Nachfolgend ein Auszug aus der Liste der zahlreichen…

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